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Rosenstolz: Rosenstolz
Schönes Interview unter www.berlin030.de
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rosenstolzcommunity
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Beitrag vom Sonntag, Februar 19, 2006 @ 17:43

Hier das Interview von www.berlin030.de

Rosenstolz: „Vielleicht haben wir innegehalten”

Sie haben die Bremse getreten und aufgetankt; doch jetzt sind Rosenstolz wieder da ­ mit neuem Album und viel Energie.

Euer neues Album heißt „ Das große Leben”. Könnt ihr den Titel erklären?
Peter: Für uns ist dieser Titel wie eine Klammer. Die zwölf Songs waren zuerst fertig und dann haben wir uns Gedanken über einen Albumtitel gemacht. Wir haben recht schnell festgestellt, dass es nicht einen einzelnen Song gab, nach dem wir die Platte benennen wollten, und dann haben wir uns Gedanken gemacht und ständig Zettel geschrieben, mit allem, was wir uns so ausgedacht haben, das meiste davon hab ich aber jetzt schon wieder vergessen. „Das große Leben” war dann der Titel, bei dem es „Klick” gemacht hat. Eigentlich hätte es auch „Das kleine Leben” heißen können, weil es ja sehr privat ist, es bleibt zum Beispiel immer beim ich, du und wir. Die Welt da draußen findet kaum statt in den Texten. Man stellt dann fest: Eigentlich reicht das, ich meine, das Leben ist ja auch groß und großartig.
AnNa: Es hätte eigentlich auch „Das großartige Leben” heißen können, das hätte auch gut gepasst.

Eure letzten Alben hinterließen den Eindruck, als ob eine Wut in euch gewesen wäre, eine Energie, die unbedingt raus musste. Das neue hingegen wirkt, als ob ihr zur Ruhe gekommen seid. Ist das richtig?
AnNa: Vielleicht haben wir innegehalten.
Peter: Vielleicht kann man es so sagen: Der Rosenstolz-Bus ist seit 13 Jahren durch das Land getingelt und zum Schluss hat er richtig Gas gegeben und ist mit 220 Sachen losgebrettert. Da mussten wir nun mal auf die Bremse treten. Es war nämlich irgendwie schon wie ein Hype. Überall gab es Rosenstolz, im Radio, im Fernsehen, und wir selber hatten gar nicht mehr so viel Freude. Oder waren dabei, sie zu verlieren, sagen wir es mal so. Und hätten sie auch verloren, hätte es noch eine fünfte Single gegeben oder die Zusatztour der Zusatztour. Wir hatten immer das Gefühl, dass wir Spaß haben wollen, bei dem, was wir da tun und deswegen mussten wir an dieser Stelle anhalten. Und dann stellt man fest: Was ist denn nun wirklich wichtig im Leben? Es sind Freundschaften, die ich zumindest jahrelang vernachlässigt habe. Ich war sozusagen ein schlechter Freund. Man stellt dann mit Erschrecken fest, dass man immer nur derjenige ist, der zurückruft, aber auch nicht sofort, sondern erst zwei Tage später, aber nicht, weil man nicht wollte, sondern weil man nicht konnte. Wenn man den ganzen Tag nur geredet hat, hat man abends keinen Nerv mehr, sich um Freunde zu kümmern. Das ist ja eigentlich erschreckend! Und da entstehen dann anscheinend solche Texte. Es ist also mehr eine kritische Auseinandersetzung mit uns selbst. Denn die Wut von früher ist eigentlich noch da, leider, und die ist auch oft ein Stolperstein.

Auf was hast du denn Wut?
Peter: Politische Umstände zum Beispiel, da kann ich mich echt reinsteigern. Aber Wut führt ja oft zu nichts. Ich meine, ich finde Wut wichtig, genau wie Angst, aber aus der Wut muss was entstehen.

Rosenstolz ist eine Band, die sehr mit Berlin verbunden ist. Was bedeutet diese Stadt für euch, gerade in musikalischer Hinsicht? Gibt sie euch Energie?
AnNa: Ich kann die Frage ganz schlecht beantworten, weil ich schon immer hier war. Sicherlich gibt es wahnsinnig viel Energie in dieser Stadt und eine gewisse Wandelbarkeit, aber wenn, dann hab ich die ja schon immer. Und wenn ich mal Urlaub mach, dann bin ich vielleicht ruhiger, aber nach spätestens 14 Tagen will ich dann auch wieder zurück.
Peter: Ich bin in Goslar aufgewachsen und deswegen ein ziemliches Provinzei. Als ich dann nach Berlin bin, hab ich immer gedacht, hier gäbe es eine rege Musikszene und ´ne Menge Plattenfirmen, aber Pustekuchen. Damals war Berlin in dieser Hinsicht ein ziemliches Brachland.
AnNa: Ja, coole Musik wurde damals eigentlich nur in irgendwelchen Kellern gespielt.
Peter: Genau. Und deswegen ist es echt eine tolle Entwicklung, die sich hier vollzogen hat, in den letzten Jahren.

Eure Lieblingsplätze in der Stadt?
AnNa: Das kann ich nicht sagen, sonst gehört er doch nicht mehr mir, mein Lieblingsplatz.
Peter: Doch, ich kann das schon sagen, denn wir waren ja in den letzten Jahren so viel unterwegs, dass ich jetzt das erste Mal seit Ewigkeiten zehn Tage am Stück in meiner eigenen Wohnung war. Das ist mein Lieblingsplatz, denn da fühle ich mich wirklich zu Hause. Ich kannte das Gefühl gar nicht. Früher meinte ich immer, ich könnte auch im Hotel wohnen. Aber dass ich jetzt ein richtiges Zuhause habe, das ist schon toll. Und das muss auch in Berlin sein, das könnte nirgendwo anders sein!

Die nächste Tour startet im April, das bedeutet dann wieder Monate voller Hotelzimmer und fremder Menschen. Heißt das für euch, abgesehen von den Begegnungen mit den Fans und den Konzerten an sich, es sind fünf Monate voller Stress?
AnNa: Nee. Na gut, man kann jetzt wirklich nicht behaupten, dass eine Tour kein Stress ist und ich freue mich definitiv nicht auf die Hotelzimmer. Das geht eine Zeit lang, aber dann auch nicht mehr. Ich glaube, deswegen habe ich zu Hause auch so gut wie keine weißen Wände, weil die mich einfach zu sehr an Hotelzimmer erinnern! Aber freuen tue ich mich tatsächlich auf den Moment, wo man auf die Bühne geht. Und den Rest, na ja, den kriegt man schon irgendwie rum.
Peter: Das ist bei mir ähnlich. Wobei ich nach wie vor Hotels liebe. Und die Atmosphäre. Ich freu mich auch darauf, wieder mit der Band abzuhängen. Es ist ein ganz anderes Leben, als das, was ich sonst lebe. Ich bin nämlich ein ziemlicher Einzelgänger sonst; zwar laut, aber doch schon introvertiert.
AnNa: Nach innen laut!
Peter: Genau, ich komm auch gut mit mir alleine zurecht. Aber jetzt freue ich mich auf die Tour, denn wir waren ja seit anderthalb Jahren nicht mehr unterwegs.

Wenn ihr dann bei einer Tour so aufeinander hockt, könnt ihr euch da überhaupt sagen „jetzt lass mich mal in Ruhe”?
Peter: Das müssen wir uns meistens nicht einmal sagen!

Worauf kann man sich bei der anstehenden Tour freuen? Was habt ihr geplant?
Peter: Da können wir wirklich nur verraten, dass wir uns total darauf freuen. Denn wir haben noch keinen Plan. Nächste Woche proben wir zum ersten Mal und wir lassen das jetzt erstmal auf uns zukommen.
AnNa: Mal schauen, was so passiert!

Vielen Dank für das Interview.

Hannah Demtröder
Foto: Olaf Becker

Danke an www.berlin030.de

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