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Musicals: Musicals
Elisabeth in Eisenach
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Beitrag vom Dienstag, Januar 23, 2007 @ 15:35

13.Jahrhundert nach Chr.:

In finsteren Zeiten von Ketzerverbrennungen, Kreuzzügen, Elend und Hungersnot bricht eine Frau ein jahrhunderte altes Tabu.
Sie steigt vom fürstlichen Thron hinab zu den Niedrigsten der Niederen, den Aussätzigen und in den Kot Gestoßenen - um zu helfen.
Ihr verzweifelter Kampf gegen die steigende Flut aus Hunger und Elend wird zur Suche nach der verlorenen Unschuld menschlichen Daseins.

Doch in ihrer Opfer- und Leidensbereitschaft gerät sie in die Fänge eines dämonisierten Fanatikers.
Dies ist der Anfang vom Ende eines schicksalhaften Lebens, wie es tragischer nicht sein kann...

Erster Akt

Die beiden berühmten Dichter Wolfram von Eschenbach und Walther von der Vogelweide erhalten den Auftrag, eine Dichtung über das Leben der Heiligen Elisabeth zu verfassen.
Bei einem Treffen der Barden kommt es zur offenen Auseinandersetzung über die Frage, wie man das Leben der Landgräfin erzählen soll.
Walther ist der Meinung, dass der Held die Geschichte macht, und will eher die Legende als die Wahrheit in den Mittelpunkt seiner Erzählung stellen. Wolfram hingegen sucht die wahre Geschichte hinter der Heiligen.

Die Eisenacher Bürger erwarten gespannt die Ankunft Elisabeths, der Königstochter Ungarns, die im Alter von vier Jahren an den thüringischen Hof des Landgrafen Hermann I. kommt, um dort im Familienkreis ihres zukünftigen Ehemanns, des Thronfolgers Ludwig, aufzuwachsen.

Schon bald gerät sie in eine soziale Isolation, da sie nicht als vollwertiges Mitglied der Landgrafenfamilie akzeptiert wird. Allein ihr zukünftiger Mann Ludwig und ihre Zofe Guda können im Laufe ihrer Kinderjahre eine freundschaftliche und vertrauensvolle Bindung zu ihr aufbauen.

Elisabeth fehlt aufgrund ihrer familiären Entwurzelung jegliches Vertrauen in zwischenmenschliche Beziehungen und sie findet ersatzweise Zuflucht in der Welt der christlichen Heiligengestalten. In deren Anbetung und in religiösen Ritualen sucht sie ihren Seelenfrieden.

Als Hermann stirbt, übernimmt Ludwig als neuer Landgraf die Herrschaft über Thüringen.
Entgegen der Ratschläge seiner Gefolgsleute, allen voran sein Bruder Heinrich, heiratet
Ludwig seine langjährige kindliche Verlobte Elisabeth aus ehrlicher Zuneigung und Liebe, zwei aus damaliger Sicht gänzlich unübliche Motivationen für eine Eheschließung.

Elisabeth verbringt an der Seite ihres Mannes glückliche Jahre und bringt zwei Kinder zur Welt. Allerdings gerät sie auf Grund ihrer Identifikation mit urchristlichen Werten
zunehmend in Konflikt mit ihrer Rolle als Landgrafenfrau und dem damit verbundenen Standesunterschied zu den sozial Schwachen und Armen. Ihre Adelsprivilegien lehnt sie ab und versucht, wenn auch zunächst nur symbolhaft, Standesunterschiede zu überwinden. Teure Kleidung und dekadente Festgelage sind ihr ein Greuel. Stattdessen wendet sie sich den Armen und Aussätzigen zu.

Ihr Verhalten stößt zunächst auf latente, später auf offene Ablehnung der Landgrafenfamilie.
Vor allem Ludwigs Bruder Heinrich fühlt sich von Elisabeth provoziert und macht aus seiner Verachtung für sie kein Hehl. Für ihn ist Elisabeth eine Bedrohung seiner Männlichkeit und seines gesellschaftlichen Standes. Ein gewisses Verständnis für ihr Handeln und ihre Haltung hat nur ihr Ehemann Ludwig. Da dieser aber oft auf Kriegszügen ist, kann er sie vor den Anfeindungen ihres Umfeldes nur bedingt schützen.

Der gelehrte Priester Magister Konrad von Marburg, Kreuzzugsprediger und Vertrauter des Papstes, kommt nach Eisenach und macht Ludwig und Elisabeth am thüringischen Hof seine Aufwartung. In dem charismatischen Asketen findet Elisabeth eine väterliche Autoritätsperson und einen Seelenverwandten. Sie erkennt, dass er ihre Ansichten und Werte teilt. Konrad seinerseits ist tief beeindruckt von der fragilen und doch selbstbewussten jungen Gräfin. Er empfiehlt sich ihr als Beichtvater und Seelenführer. Elisabeth willigt ein, und Konrad wird für sie zum moralischen und religiösen Ideal und sie gelobt ihm uneingeschränkten Gehorsam.

Konrad predigt die apokalyptischen Visionen der Johannesoffenbarung (Antichrist, Weltgericht) und prophezeit das nahe „Ende aller Zeiten“. Mit diesen endzeitlichen Visionen schürt er auch die Ängste und Schuldgefühle seines Mündels Elisabeth.

Während sich Ludwig auf dem Reichstag in Cremona befindet, errichtet Elisabeth ein Armenhaus am Fuße der Wartburg. Die Dankbarkeit und Freude, die sie durch die Notleidenden erfährt, erfüllt sie mit innerer Zufriedenheit und tiefem Glück. Sie glaubt, ihre Aufgabe und ihren Platz im Leben gefunden zu haben.

Ludwig kehrt vom Reichstag zurück und begegnet, in Begleitung seines Bruders Heinrich, Elisabeth die sich auf dem Weg ins Armenhaus befindet, unter dem Arm trägt sie einen abgedeckten Korb voller Brot. Heinrich drängt darauf zu sehen, was in dem Korb ist. Er hat Ludwig bereits von dem aus seiner Sicht verschwenderischen Verhalten Elisabeths berichtet. Doch Ludwig zieht eine Rose aus dem Harnisch und erklärt Heinrich, es seien doch nur Rosen im Korb. So stellt sich Ludwig schützend vor seine Frau.

Walther ist schockiert über Wolframs völlig banale Auflösung dieses legendären „Rosenwunders“. Es kommt erneut zum Streit der Barden über die Frage „Wunder oder Wahrheit?“

Zweiter Akt

Nach einigen Jahren entscheidet Ludwig sich auf Drängen seiner Gefolgsleute, zusammen mit Kaiser Friedrich II. an einem Kreuzzug teilzunehmen. Ausschlaggebend für seinen Entschluss war die Überredungskunst Konrads, dessen Absichten aber eigennützig sind.
Er will Elisabeth durch den Weggang Ludwigs noch mehr für sich vereinnahmen.
Nach und nach gewinnt Konrad die Kontrolle über fast alle Bereiche ihres Lebens.
Die Beziehung der beiden wird zum zwischenmenschlichen Grenzgang.

Konrad nutzt Elisabeths Opferwillen und ihre Leidensbereitschaft zu Gunsten seines eigenen Machttriebs aus. Er sieht sich selbst als die gottgefällige Instanz, die Elisabeth mit allen Mitteln zur Heiligkeit führen muss. Er legt ihr schwere Buße auf und geht sogar so weit, sie eigenhändig zu geißeln.

Während der Abwesenheit Ludwigs bricht eine große Hungersnot über das Land herein.
Große Teile der Bevölkerung sterben. Eigenverantwortlich entscheidet Elisabeth, die fürstlichen Kornkammern zu öffnen und rettet damit Tausenden Hunger leidenden Menschen das Leben. Heinrich ist völlig außer sich über das eigenwillige Handeln Elisabeths, doch ihm sind die Hände gebunden.

Dann aber stirbt Ludwig auf dem Weg nach Jerusalem an einer Seuche. Heinrich, der jetzt die Regierungsgeschäfte übernimmt, verbannt Elisabeth und ihre Kinder von der Wartburg. Sie akzeptiert diese Verbannung ohne Widerspruch, ja ist beinahe glücklich darüber. Denn durch den Tod ihres Mannes hat sie sich noch weiter von allem Weltlichen entfernt. Sie deutet Ludwigs Tod als ihre Bestimmung und entscheidet sich für ein
Leben in Armut und Hingabe. Fortan will sie sich im Sinne der christlichen Botschaft der Nächstenliebe ganz den Armen und Kranken annehmen.

Konrad handelt mit Heinrich eine Witwenabfindung (Witwengut) für Elisabeth aus und verspricht, sie mit in seine Heimatstadt nach Marburg zu nehmen. Elisabeth lässt sich von Konrad sogar dazu überreden, ihre kleinen Kinder in der Obhut ihres Schwagers Heinrichs zu belassen. Sie folgt Konrad nach Marburg und baut dort ein Siechenhaus, dass sie aus ihrem Witwengut finanziert.

Elisabeth kümmert sich mit Hingabe um das Wohl der Kranken. Im Leid dieser Menschen
erkennt sie sich selbst. Sie findet in ihrer Wohltätigkeit den lang ersehnten Seelenfrieden.
Allein die Krankenpflege sowie die Sorge um die Aussätzigen und Waisenkinder geben ihr einen Lebenssinn. Innerhalb kurzer Zeit verteilt sie ihren Besitz fast vollständig unter den Armen und widersetzt sich damit sogar Konrads Willen, der ihr befohlen hat, ihre Almosen zu reduzieren.

Konrad gerät außer sich vor Wut. Sein Besitzanspruch auf Elisabeth wird zum regelrechten Wahn. Nach und nach entzieht er ihr alle weltlichen Bezugspunkte und Zufluchtsmöglichkeiten. Er nimmt ihr ihre Zofe Guda weg und zwingt sie dazu, auch ihr drittes Kind, Sophie, das sie erst nach dem Tod Ludwigs gebar, ins Kloster zu geben.

Allmählich erkennt Elisabeth Konrads wahres Gesicht und dessen krankhaften Machttrieb. Sie durchschaut die falschen Ideale, von denen sie sich hat verleiten lassen.
Sie bekommt Besuch von ihren beiden erstgeborenen Kindern. Die aber sind mittlerweile so von der Mutter entfremdet, dass sie sie gar nicht mehr wiedererkennen.

Elisabeth erleidet einen Zusammenbruch, von dessen Folgen sie sich nicht mehr erholt.
Von der harten Arbeit ausgezehrt und allein gelassen, jedoch im Vertrauen auf die Erlösung
Gottes, stirbt sie im Alter von 24 Jahren.

Mit Eifer treibt Konrad nach Elisabeths Tod deren Heiligsprechung voran, die er schließlich
erwirkt. Der Papst ernennt Konrad zum ersten deutschen Großinquisitor, und Konrad macht sich nun mit Ketzerverfolgungen, Hinrichtungen und Verbrennungen einen grausamen Namen. Er entlädt seinen ganzen Selbsthass und den Schmerz, den der Tod Elisabeths in ihm ausgelöst hat, in seinen unmenschlichen Verurteilungen.

Schließlich überspannt er den Bogen. Er klagt den Grafen von Sayn der Ketzerei an und behauptet, dieser würde einen Frosch in der Größe eines Backofens anbeten. Er will ihn auf den Scheiterhaufen bringen, aber er scheitert am Einfluss des Grafen, dessen Vasallen Rache üben und Konrad schließlich ermorden.

Die tragische Lebensgeschichte Elisabeths, ihre selbstlose Caritas und ihre Heiligsprechung bewirken in kürzester Zeit eine regelrechte Hysterie um ihre Person – was sich darin zeigt, dass auch Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen ihr Grab im einfachen Büßergewand besucht.
Noch einmal treten Walther und Wolfram auf und kommen überraschenderweise zu einer einhelligen Meinung. Sie lassen das Rosenwunder ein zweites Mal geschehen.........

[Editiert durch rosenstolzcommunity ein Dienstag, Januar 23, 2007 @ 15:37]

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Beitrag vom Dienstag, Januar 23, 2007 @ 15:37

Ein Musical über das Leben der Elisabeth von Thüringen.
Eine moderne, historisch - kontroverse Auseinandersetzung, in einer aufwendigen Bühnenproduktion mit spektakulären Choreografien, atemberaubenden Kostümen, mitreißender Musik undhohem Entertainmentfaktor !!

Eine Show für alle Altersklassen, produziert von den Machern des Musicals „BONIFATIUS“ (Musical des Jahres 2005)

13.Jahrhundert nach Chr.:
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Beitrag vom Dienstag, Januar 23, 2007 @ 15:38

Habe für den 21.07.07 Karten gekauft freue mich schon drauf!
chipmunk
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Beitrag vom Dienstag, Januar 23, 2007 @ 18:38

Wusste gar nicht, dass es darüber n Musical gibt.
Kenn die Story ja aus der Grundschule ^^
Wann und wo isn das zu sehen!?

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"Doch Zeit kann grausam sein, sie bricht dein Herz, dann wird sie's wieder heil'n"

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Beitrag vom Freitag, Januar 26, 2007 @ 15:49

hy schau mal unter www.elisabeth-dasmusical.de

Hannes

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Beitrag vom Sonntag, Juli 22, 2007 @ 20:06

Ich war diesem Samstag in Eisenach mit meiner Freundin und habe mir das Musical angeschaut ich kann nur sagen

ANSCHAUEN ist wirklich super Musical !!!

Ich schwärm aufjedenfall von diesem Musical

euer

HaNnEs

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WILLKOMMEN IN MEINER WELT !

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