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~*~ Die Foren der Phoenix Noctulus ~*~
Gothic: Allgemein
Ausgeschrieben: Ich hasse solch sinnlose Vorurteile
Autor Mitteilungstext
PhoenixNoctulus
Administratorin

Posts: 1089

Original

beim folgenden artikel soll es um einen nekrophilen gehen. was mir besonders aufgefallen ist, ist, dass als grund fuer seine krankheit gewissermassen der haeufige besuch von friedhoefen in der kindheit und jugend genannt wird. muss man zu dieser beschraenkten meinung noch etwas sagen?!

~*~

Willenlose Geliebte
Ein Mann geht auf Friedhöfe. Nachts. Allein. Er gräbt Särge aus, häutet Frauenleichen. Nun lebt er hinter Panzerglas in der Psychiatrie
KRIMINELLES AUS BERLIN SERIE TEIL 25

Als ich 17 war, dachte ich, Frauen werden auf alles fliegen, nur nicht auf mich", sagt Jochen Wasser*. Dann lacht er. Er gießt Kaffee ein. Er hat ihn für das Gespräch gekocht und mit ins Besuchszimmer gebracht. Das ist nett. So ist Jochen Wasser. Eine Flasche Wasser hat er auch dabei. Er will ja viel erzählen - und oft lächeln, so wie jetzt: "Ich bekam also keine ab, war aber neugierig auf die Frauen." Was Wasser dann sagt, lässt sich jedoch nicht nachvollziehen: "Dann bin ich eingebrochen." Eingebrochen? Um eine Frau zu finden?

Wasser, der Mann mit den dunklen Haaren, lächelt wieder - es wirkt triumphierend. Er hat seinen Zuhörer an einem Punkt, an dem dieser dankbar hofft, eine rationale Erklärung zu bekommen auf die noch gar nicht ausgesprochene, aber dennoch alles überlagernde Frage. Auf die Frage des Warum. Wasser kostet den Moment aus, schweigt kurz, bevor er erklärt: "Ich wollte wissen, wie das weibliche Geschlecht aussieht, wollte aber nicht vergewaltigen. Und zu einer Prostituierten traute ich mich nicht. Deshalb bin ich eingebrochen." Der 41-Jährige sagt nur "eingebrochen", so als müsse er seit Jahren seinen Kaffee lediglich deshalb hinter den Panzerglasscheiben des Krankenhauses des Maßregelvollzugs trinken, weil er mal irgendwo eingebrochen ist. Aber es war nicht irgendwo. Wasser ist in Leichenhallen eingestiegen. Nicht als Mutprobe, nicht um etwas Wertvolles zu stehlen. Er hat Särge geöffnet, hat Leichen ausgezogen. Er hat noch mehr getan. In Kapellen, auf Friedhöfen. Man mag es sich nicht vorstellen, aber man muss es wissen, um zumindest ansatzweise nachvollziehen zu können, unter welcher Störung er leidet.

Wasser ist in Grüfte gestiegen, hat Särge ausgegraben. Er hat Körper gehäutet, hat sich die Haut übergestülpt, hat sich Damenunterwäsche drübergezogen, hat sich befriedigt. Er hat es oft gemacht. Hunderte Male, sagte ein Sachverständiger, müsse er es wohl getan haben - darauf lasse die Professionalität beim Häuten schließen. Wie oft er es wirklich getan hat, Wasser verrät es nicht. "Das wäre für die Hinterbliebenen ja schrecklich." So genau weiß er es wohl auch selbst nicht. Meist hat er die Gräber wieder zugeschaufelt, die Blumen wieder arrangiert. Nachweisen konnte man ihm nicht mal ein Dutzend Fälle. "Aber manchmal bin ich jede Woche losgezogen, es war wie eine Sucht."

Allerdings war es nicht die Neugierde, eine nackte Frau zu sehen, die Wasser trieb. Das sagen seine Therapeuten. Der Grund ist eine Persönlichkeitsstörung. Eine gravierende Störung der Sexualpräferenz. Eine seltene Ausprägung einer sadistischen Paraphilie - früher hätte man gesagt eine Perversion.

Aber wie soll man das erklären? "Die meisten Patienten wissen selbst nicht, was sie treibt", erklärt der behandelnde Arzt Friedrich Utting. Und selbst wenn Patienten die Gründe für ihre Störung kennen lernen, ist es einfacher für sie, sich eine nachvollziehbare Erklärung zurechtzulegen, "die Taten zu rationalisieren", wie Utting sagt. Wasser tut dies, indem er davon spricht, dass er den fehlenden Kontakt zu Frauen ausgleichen wollte. Dabei weiß er nach einigen Jahren Therapie, dass der Grund für sein Verhalten tiefer liegt - lernt man ihn näher kennen, gibt er dies zu: "Ich konnte nicht anders. Um mich zu befriedigen, musste ich auf den Friedhof." Keine lebende Frau hätte ihm das geben können, was er bei den Toten fand. "Kontrolle, Dominanz, Manipula-tion sind die zentralen Begriffe, die bei Sadisten eine Rolle spielen", sagt Utting. "Nekrophilie kann man sich als eine Extremform des Sadismus vorstellen, bei der das Objekt der Begierde völlig dem Willen des Handelnden ausgeliefert ist."

Aber warum? Wasser sagt "Die Natur hat mich so manipuliert, dass es nicht anders ging." Sein Arzt sagt, dass es wohl frühkindliche Erfahrungen waren, die ihn geprägt haben - Erlebnisse, Eindrücke, an die sich Wasser gar nicht mehr erinnert. Seine Mutter gab ihn nach der Geburt weg, der kleine Jochen lebte bei Pflegefamilien. Mit vier wurde er zum zweiten Mal adoptiert - von da an mangelte es ihm an nichts mehr. Aber da war es schon zu spät. Denn in den ersten Lebensjahren, sozusagen in der "sekundären Reifungsphase des Menschen außerhalb des Mutterleibs", so Utting, ist es für eine gesunde Entwicklung des Kindes unabdingbar, dass es grenzenlose Mutterliebe spürt. "Fehlt diese Liebeserfahrung, lässt sich die Lücke nicht mehr füllen", sagt der Arzt. Eine solche Erfahrung kann zu unterschiedlichen Störungen führen. Nur sehr selten entwickelt sich eine solche frühkindliche Enttäuschung zur Nekrophilie, aber unter Umständen, wenn das Kind später Erfahrungen mit dem Tod oder auf Friedhöfen macht, kann eine derartige Störung entstehen.

Wasser brach eine Lehre ab, wurde drogenabhängig und landete in einem Wohnprojekt für Süchtige. Erwischt wurde er erstmals 1990 auf dem Friedhof Ruhleben. Die Straftaten wegen derer er angeklagt war, sind nicht sehr gravierend - es ging um Sachbeschädigung, Diebstahl und beschimpfenden Unfug mit Leichen. Wasser wurde in die Psychiatrie eingewiesen - und nach drei Jahren entlassen mit der Auflage, eine Therapie zu machen.

Das tat er auch - und kam dabei jede Woche an den Friedhöfen am Fürstenbrunner Weg in Charlottenburg vorbei. Nach den Sitzungen stattete Wasser den Friedhöfen oft einen Besuch ab. Am 22. Mai 1996 hatte er sich durch ein ausgeschachtetes Grab an den nebenan liegenden Sarg herangegraben, die Frauenleiche herausgeholt. "In dem aufgebrochenen Sarg lag eine am Oberkörper gehäutete Frau", erinnert sich Rechtsmediziner Edwin Ehrlich. Er musste noch einmal zu dem Friedhof fahren. Wieder bot sich ihm ein ähnliches Bild. Verwertbare Spuren fand er aber nicht. Deshalb präparierte die Kripo ein offenes Grab mit Mikrofonen. Mit Nachtsichtgeräten legten sich Beamte auf die Lauer. Ohne Erfolg.

Aber Wasser geriet schnell in Verdacht. Kein Wunder, in den vergangenen 50 Jahren wurden in Deutschland nur sechs Fälle von Nekrophilie registriert. Als die Polizei erfuhr, dass Wasser nach Bonn reisen wollte, informierten sie die Polizei dort - prompt meldeten die Kollegen ein paar Tage später, dass Leichen in einer Gruft geschändet worden waren. Dort fand man Wassers Fingerabdrücke. Er gestand. Seit acht Jahren lebt er nun in der Psychiatrie. Seine Entwicklung bezeichnet Utting als "positiv". Wasser hat eine Beziehung zu einer Frau begonnen und hat Vertrauen zu seinem Therapeuten. Das ist wichtig. "Denn ändern können wir die Sexualpräferenz nicht. Die Nekrophilie des Patienten wird lebenslang als Orientierung bestehen bleiben, was aber nicht heißen muss, dass sie auch praktiziert wird", erklärt Utting. Man kann Wasser allenfalls davon abhalten, es wieder zu tun. "Zum Beispiel durch so ein Geflecht von Personen, denen er sich verpflichtet fühlt." Wasser sagt selbst, er wolle seine Freundin nicht enttäuschen. "Das ist wie bei einem Mann, der nicht fremdgeht, weil er seine Frau nicht verletzen will", sagt Utting. Weil Wasser bald in eine Wohngruppe verlegt werden soll, bekommt er jetzt schon triebhemmende Medikamente. "Zwingen können wir ihn nicht", sagt Utting, "aber die Mittel helfen, den Kopf frei zu bekommen. Letztlich gibt es keine andere Therapie, um zu gewährleisten, dass der Patient in Versuchungssituationen nicht wieder rückfällig wird." Wer die Arznei nicht nimmt, hat keine Chance, rauszukommen. Wasser sagt "ich hab Menschen, denen ich verpflichtet bin". Dann zündet er sich eine Zigarette an und sagt: "Seit ich diese Menschen habe, weiß ich, was ich den Hinterbliebenen angetan habe." Nun verschwindet sein Lächeln, er schaut bestimmend, wie heißt es doch, sadistisch veranlagte Menschen neigen zur Dominanz, Wassers Stimme wird lauter, als er bittet: "Schreiben Sie das, es tut mir Leid, was ich getan habe."

(Namen mit * sind geändert.)

~*~

aus:
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2004/1202/lokales/0002/

cn P

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~*~ Todesbluethe ist das Leben, Lebensbluethe ist der Tod. ~*~

PhoenixNoctulus
Administratorin

Posts: 1089

Übersetzen

beim folgenden artikel soll es um einen nekrophilen gehen. was mir besonders aufgefallen ist, ist, dass als grund fuer seine krankheit gewissermassen der haeufige besuch von friedhoefen in der kindheit und jugend genannt wird. muss man zu dieser beschraenkten meinung noch etwas sagen?!

~*~

Willenlose Geliebte
Ein Mann geht auf Friedhöfe. Nachts. Allein. Er gräbt Särge aus, häutet Frauenleichen. Nun lebt er hinter Panzerglas in der Psychiatrie
KRIMINELLES AUS BERLIN SERIE TEIL 25

Als ich 17 war, dachte ich, Frauen werden auf alles fliegen, nur nicht auf mich", sagt Jochen Wasser*. Dann lacht er. Er gießt Kaffee ein. Er hat ihn für das Gespräch gekocht und mit ins Besuchszimmer gebracht. Das ist nett. So ist Jochen Wasser. Eine Flasche Wasser hat er auch dabei. Er will ja viel erzählen - und oft lächeln, so wie jetzt: "Ich bekam also keine ab, war aber neugierig auf die Frauen." Was Wasser dann sagt, lässt sich jedoch nicht nachvollziehen: "Dann bin ich eingebrochen." Eingebrochen? Um eine Frau zu finden?

Wasser, der Mann mit den dunklen Haaren, lächelt wieder - es wirkt triumphierend. Er hat seinen Zuhörer an einem Punkt, an dem dieser dankbar hofft, eine rationale Erklärung zu bekommen auf die noch gar nicht ausgesprochene, aber dennoch alles überlagernde Frage. Auf die Frage des Warum. Wasser kostet den Moment aus, schweigt kurz, bevor er erklärt: "Ich wollte wissen, wie das weibliche Geschlecht aussieht, wollte aber nicht vergewaltigen. Und zu einer Prostituierten traute ich mich nicht. Deshalb bin ich eingebrochen." Der 41-Jährige sagt nur "eingebrochen", so als müsse er seit Jahren seinen Kaffee lediglich deshalb hinter den Panzerglasscheiben des Krankenhauses des Maßregelvollzugs trinken, weil er mal irgendwo eingebrochen ist. Aber es war nicht irgendwo. Wasser ist in Leichenhallen eingestiegen. Nicht als Mutprobe, nicht um etwas Wertvolles zu stehlen. Er hat Särge geöffnet, hat Leichen ausgezogen. Er hat noch mehr getan. In Kapellen, auf Friedhöfen. Man mag es sich nicht vorstellen, aber man muss es wissen, um zumindest ansatzweise nachvollziehen zu können, unter welcher Störung er leidet.

Wasser ist in Grüfte gestiegen, hat Särge ausgegraben. Er hat Körper gehäutet, hat sich die Haut übergestülpt, hat sich Damenunterwäsche drübergezogen, hat sich befriedigt. Er hat es oft gemacht. Hunderte Male, sagte ein Sachverständiger, müsse er es wohl getan haben - darauf lasse die Professionalität beim Häuten schließen. Wie oft er es wirklich getan hat, Wasser verrät es nicht. "Das wäre für die Hinterbliebenen ja schrecklich." So genau weiß er es wohl auch selbst nicht. Meist hat er die Gräber wieder zugeschaufelt, die Blumen wieder arrangiert. Nachweisen konnte man ihm nicht mal ein Dutzend Fälle. "Aber manchmal bin ich jede Woche losgezogen, es war wie eine Sucht."

Allerdings war es nicht die Neugierde, eine nackte Frau zu sehen, die Wasser trieb. Das sagen seine Therapeuten. Der Grund ist eine Persönlichkeitsstörung. Eine gravierende Störung der Sexualpräferenz. Eine seltene Ausprägung einer sadistischen Paraphilie - früher hätte man gesagt eine Perversion.

Aber wie soll man das erklären? "Die meisten Patienten wissen selbst nicht, was sie treibt", erklärt der behandelnde Arzt Friedrich Utting. Und selbst wenn Patienten die Gründe für ihre Störung kennen lernen, ist es einfacher für sie, sich eine nachvollziehbare Erklärung zurechtzulegen, "die Taten zu rationalisieren", wie Utting sagt. Wasser tut dies, indem er davon spricht, dass er den fehlenden Kontakt zu Frauen ausgleichen wollte. Dabei weiß er nach einigen Jahren Therapie, dass der Grund für sein Verhalten tiefer liegt - lernt man ihn näher kennen, gibt er dies zu: "Ich konnte nicht anders. Um mich zu befriedigen, musste ich auf den Friedhof." Keine lebende Frau hätte ihm das geben können, was er bei den Toten fand. "Kontrolle, Dominanz, Manipula-tion sind die zentralen Begriffe, die bei Sadisten eine Rolle spielen", sagt Utting. "Nekrophilie kann man sich als eine Extremform des Sadismus vorstellen, bei der das Objekt der Begierde völlig dem Willen des Handelnden ausgeliefert ist."

Aber warum? Wasser sagt "Die Natur hat mich so manipuliert, dass es nicht anders ging." Sein Arzt sagt, dass es wohl frühkindliche Erfahrungen waren, die ihn geprägt haben - Erlebnisse, Eindrücke, an die sich Wasser gar nicht mehr erinnert. Seine Mutter gab ihn nach der Geburt weg, der kleine Jochen lebte bei Pflegefamilien. Mit vier wurde er zum zweiten Mal adoptiert - von da an mangelte es ihm an nichts mehr. Aber da war es schon zu spät. Denn in den ersten Lebensjahren, sozusagen in der "sekundären Reifungsphase des Menschen außerhalb des Mutterleibs", so Utting, ist es für eine gesunde Entwicklung des Kindes unabdingbar, dass es grenzenlose Mutterliebe spürt. "Fehlt diese Liebeserfahrung, lässt sich die Lücke nicht mehr füllen", sagt der Arzt. Eine solche Erfahrung kann zu unterschiedlichen Störungen führen. Nur sehr selten entwickelt sich eine solche frühkindliche Enttäuschung zur Nekrophilie, aber unter Umständen, wenn das Kind später Erfahrungen mit dem Tod oder auf Friedhöfen macht, kann eine derartige Störung entstehen.

Wasser brach eine Lehre ab, wurde drogenabhängig und landete in einem Wohnprojekt für Süchtige. Erwischt wurde er erstmals 1990 auf dem Friedhof Ruhleben. Die Straftaten wegen derer er angeklagt war, sind nicht sehr gravierend - es ging um Sachbeschädigung, Diebstahl und beschimpfenden Unfug mit Leichen. Wasser wurde in die Psychiatrie eingewiesen - und nach drei Jahren entlassen mit der Auflage, eine Therapie zu machen.

Das tat er auch - und kam dabei jede Woche an den Friedhöfen am Fürstenbrunner Weg in Charlottenburg vorbei. Nach den Sitzungen stattete Wasser den Friedhöfen oft einen Besuch ab. Am 22. Mai 1996 hatte er sich durch ein ausgeschachtetes Grab an den nebenan liegenden Sarg herangegraben, die Frauenleiche herausgeholt. "In dem aufgebrochenen Sarg lag eine am Oberkörper gehäutete Frau", erinnert sich Rechtsmediziner Edwin Ehrlich. Er musste noch einmal zu dem Friedhof fahren. Wieder bot sich ihm ein ähnliches Bild. Verwertbare Spuren fand er aber nicht. Deshalb präparierte die Kripo ein offenes Grab mit Mikrofonen. Mit Nachtsichtgeräten legten sich Beamte auf die Lauer. Ohne Erfolg.

Aber Wasser geriet schnell in Verdacht. Kein Wunder, in den vergangenen 50 Jahren wurden in Deutschland nur sechs Fälle von Nekrophilie registriert. Als die Polizei erfuhr, dass Wasser nach Bonn reisen wollte, informierten sie die Polizei dort - prompt meldeten die Kollegen ein paar Tage später, dass Leichen in einer Gruft geschändet worden waren. Dort fand man Wassers Fingerabdrücke. Er gestand. Seit acht Jahren lebt er nun in der Psychiatrie. Seine Entwicklung bezeichnet Utting als "positiv". Wasser hat eine Beziehung zu einer Frau begonnen und hat Vertrauen zu seinem Therapeuten. Das ist wichtig. "Denn ändern können wir die Sexualpräferenz nicht. Die Nekrophilie des Patienten wird lebenslang als Orientierung bestehen bleiben, was aber nicht heißen muss, dass sie auch praktiziert wird", erklärt Utting. Man kann Wasser allenfalls davon abhalten, es wieder zu tun. "Zum Beispiel durch so ein Geflecht von Personen, denen er sich verpflichtet fühlt." Wasser sagt selbst, er wolle seine Freundin nicht enttäuschen. "Das ist wie bei einem Mann, der nicht fremdgeht, weil er seine Frau nicht verletzen will", sagt Utting. Weil Wasser bald in eine Wohngruppe verlegt werden soll, bekommt er jetzt schon triebhemmende Medikamente. "Zwingen können wir ihn nicht", sagt Utting, "aber die Mittel helfen, den Kopf frei zu bekommen. Letztlich gibt es keine andere Therapie, um zu gewährleisten, dass der Patient in Versuchungssituationen nicht wieder rückfällig wird." Wer die Arznei nicht nimmt, hat keine Chance, rauszukommen. Wasser sagt "ich hab Menschen, denen ich verpflichtet bin". Dann zündet er sich eine Zigarette an und sagt: "Seit ich diese Menschen habe, weiß ich, was ich den Hinterbliebenen angetan habe." Nun verschwindet sein Lächeln, er schaut bestimmend, wie heißt es doch, sadistisch veranlagte Menschen neigen zur Dominanz, Wassers Stimme wird lauter, als er bittet: "Schreiben Sie das, es tut mir Leid, was ich getan habe."

(Namen mit * sind geändert.)

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aus:
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2004/1202/lokales/0002/

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